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Passfahrten und deren Folgen



 
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Andi751
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Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 23.05.2022
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 28.05.2022, 19:35    Titel: Passfahrten und deren Folgen Antworten mit Zitat

Hallo ich wieder

Ich war am Wochenende in Kärnten. 350 Km 7000 Höhenmeter mit sozius....es hat mega Spass gemacht. Insgesamt mit an und Abreise 1200km
Aber jetzt darf ich schrauben.
1. Die Koffer müssen weiter nach hinten (waren beim pass fahren nicht dran)
2. neuer Hinterreifen nötig (steht im Handbuch)
3. Neue Beläge vorne (hat da jemand die Reperaturanleitung? Das wäre eine Hilfe)

Beim an bremsen auf die Kehre mit schlagloch klingt fiel Gabel als würde sie knallen. Fühlt sich an als wäre der Federweg zu Ende. Ist das normal?

Die Diva hat auch Öl verbraucht. 250ml auf die 1200km. Ist das in Ordnung?

Ist ein erfahrener Schraube aus der Nähe von Augsburg da der mir helfen würde die Kofferhalterung nach hinten zu verlegen. Ich kann nicht schweißen und das muss man dafür können.


Viele Grüße Andree
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Eddie
Techniker
Techniker



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 17.02.2009
Beiträge: 1228
Wohnort: Mannheim

BeitragVerfasst am: 29.05.2022, 14:44    Titel: Antworten mit Zitat

Tach Andree.
Für die Koffergeschichte kann ich dir keinen Rat geben.

Fällige Reifenwechsel lasse ich immer bei einem Reifenhändler machen. Dem bringe ich meine selber ausgebauten Räder. Was mir die Gelegenheit gibt, die dann zugänglichen Bereiche zu reinigen, inspizieren, entrosten, und was man sonst so an liebevollen Dingen bereit ist, zu tun.
Bei ausgebautem Hinterrad könntest du die diversen Überlauf- und Lüftungsschläuche prüfen, die am Getriebegehäuse nach unten verlaufen. Schwinge und Federbein sind dort oft rostig. Wenn das Rad wieder drin ist, nicht vergessen, Ausrichtung und Kettendurchhang zu beachten.

Wenn ich Bremsbeläge empfehlen sollte, würde ich bei deiner Bremse EBC FA179 (organisch) nehmen. Das wechseln ist bei diesem Modell so einfach, da lohnt sich ja kaum, eine Anleitung zu schreiben. Also: Reinigen vorher und zwischendurch nach Bedarf. Unteren Gleitbolzen lockern (Inbus 6), Bremssattel mitsamt Bremssattelträger von der Gabel trennen (SW 12), mit der Bremsleitung verbunden lassen, seitlich wegschwenken, gelockerten Gleitbolzen ganz heraus schrauben. Dann kannst du den Bremssattel und -träger auseinander klappen. Die Beläge bleiben dabei im Träger und lassen sich seitlich heraus ziehen. Im aufgeklappten Zustand kannst du den Sattel mit seinem zweiten Gleitbolzen ganz aus dem Träger ziehen, Gummis prüfen und Bolzen schmieren. Die beiden Gleitbolzen prüfe ich oft und schmiere ich regelmäßig, weil an den Stellen Gammel Bremswirkung und -gefühl kostet. Bremskolben etwas heraus drücken, reinigen, dann zurück drücken (beide gleichzeitig). Falls das sehr schwer geht, empfehle ich einen Fullservice mit neuen Kolbendichtungen. Sonst, neue Beläge ´rein und das Ganze retour. Bis zum Druckpunkt pumpen, Probefahrt, Beläge einbremsen.

Dein Ölverbrauch ist normal. Dass die Federung vorn in Extremfällen an den Anschlag kommt, auch.
Ich dachte mal, für die schlechten Straßen in meiner Stadt sei es eine gute Idee, mein Alltagsmopped auf verstärkte Federn umzustellen. Hat sich für den Zweck nicht gelohnt. Bei Passstraßen und schwer beladen ist das natürlich was anderes.
_________________
Gruß. Eddie,
-
un Agathe nickt mi´m Kopp.
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herbert (4bb 4km)
Praktiker
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Anmeldungsdatum: 29.10.2005
Beiträge: 160
Wohnort: Oberhaching bei München

BeitragVerfasst am: 30.05.2022, 03:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Eddi hat zu Deiner Thematik schon weitestgehend alles zu empfehlende beschrieben. Zu Deinem Problem einer durchschlagenden Gabel jedoch noch folgende Tipps/Hinweise: 1. Eine "durchschlagende" bzw. auf "Block" gehende Gabel bei einer Fahrt durch ein Schlagloch muss nicht unbedingt ungewöhnlich sein. - Denn irgendwann ist selbst bei einer ordnungsgemäßen Gabel einfach deren Dämpfung und Federweg bei einer übermäßigen Belastung zu Ende... Es ist halt die Frage: War das tatsächlich eine "übermäßige Belastung"? - Diese Frage beantworte ich für mich mit "Nein", solange ich es nicht unter regulären Fahrzuständen schaffe, die Gabel auf "Block" zu bringen. Z.B. bei einer starken, plötzlichen Vorderradbremsung aus höherer Geschwindigkeit bis knapp an einen blockierenden Vorderradreifen. (Vorsicht! - erhebliche Sturzgefahr). Geht sie jedoch schon hierbei "auf Block", sollte man sich folgenden Fragen stellen: 1: Wann wurde der letzte Wechsel des Gabelöl vorgenommen? 2. Wie alt sind die Gabelfedern und passt Fahrergewicht/Zuladung (noch) zu den verbauten Gabelfedern? - Ein Austausch der Federn gegen neue, härtere mit progressiver Kennlinie verbringen da manchmal richtige Wunder Very Happy 3. Falls Deine 600er eine einstellbare Dämpfung hat (meine 900er hat diese) kannst Du natürlich auch mit dieser etwas experimentieren und auf "härter" stellen und damit die Vorspannung der Federn erhöhen. Meine Erfahrungen dazu: Bringt i.d.R. nur marginal was......

VG
Herbert
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Crazy Cow
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Anmeldungsdatum: 09.12.2006
Beiträge: 8642
Wohnort: Region Darmstadt

BeitragVerfasst am: 30.05.2022, 09:59    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,
die Gabelfedern sind grundsätzlich nur in Relation zur Beladung sprich max. Vorderralast zu betrachten. Statisch sollten sie beim Aufsitzen des Fahrers 20-25% eintauchen. Die höchste Last ergibt sich dann beim bremsnicken.
Schlaglöcher und Affektvollbremsung werden durch die Einfederzeit, nicht durch die Einfedertiefe aufgefangen und die wird durch die Viskosität des Gabelöles geregelt.
edit: Eine längere Einfederzeit entsteht durch höhere Reibung (geringere Fluidität). Reibung ist eine Kraft, sie wird hier praktisch zur Federkraft addiert.
Ende edit.


Auch Gabelöl erwärmt sich stärker bei höherer Belastung und wird dünnflüssiger, strömt schneller über. Für Sozius-Alpenfahrten sollte es vielleicht 10/W20(W30) sein. Für den Solobetrieb im Alltag hat sich ein 50%iger Cocktail aus 5er und 10er bewährt.

PS: ich bin mir nicht sicher, ob die Gabelstoßdämpfer zu den Emulsionsdämpfern zählen, weil ja Luft im Dämpfer verbleibt. Auch die Emulgierfähigkeit des Öles baut ab, regelmäßiges Erneuern ist angebracht.

Grüße, Olaf
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Andi751
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Anmeldungsdatum: 23.05.2022
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 07.06.2022, 15:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

Mittlerweile sind beide Reifen gewechselt.
Ich werde die originalen koffersatz umbauen. So das am Schluss die Blinker leicht nach hinten gedrückt werden. Bin mir noch nicht ganz sicher wie ich das mache aber auf den ersten Blick scheint das zu gehen.

Danke für die ausführlichen Antworten. Die Bremsen waren noch voll OK.
Der Ölverbrauch scheint auch im normalen Bereich zu liegen.


VG Andree
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